Hatten Sie schon einmal das Bedürfnis, über eine wichtige Entscheidung noch eine Nacht zu schlafen? Brachte die Nacht dann die gewünschte Klarheit? Manchmal sind die Antworten der Nacht so deutlich, dass man sich wundert, warum man nicht gleich darauf gekommen ist. Haben Sie sich schon mal gefragt, woran das liegt?

Ich nenne diesen unbekannten Prozess „NACHTWANDLUNGEN“! Die Nacht liegt im Dunkel und man weiß eigentlich nicht, was in dieser Zwischenzeit geschieht. Es ist eine Zwischenzeit, weil man nur bis zum Einschlafen bei sich ist und dann erst wieder mit dem Aufwachen zu sich kommt. Aber wo weilt man in dieser Zwischenzeit? Hält man sich in einem Zwischenraum auf? Oder sogar in einer Zwischenwelt?

Meine Bilder der Reihe: NACHTWANDLUNGEN beschäftigen sich mit dieser zwischen Raum und Zeit liegenden Daseinsform, für die man zunächst gar kein Bewusstsein hat. Der Bilder-Zyklus ist gerade im Entstehen. Einige NACHTWANDLUNGEN haben bereits das Licht des Tages erblickt. Mein Blick nähert sich dem Nacht-Phänomen von zwei unterschiedlichen Seiten. Zum einen wird der Blick hinter die Schwelle des Einschlafens geworfen und zum anderen ist manchmal der Blick am Morgen schon ein bisschen wacher als der Rest des Menschen. Dann kann man Eindrücke der Nacht in den Tag hinein retten.

Irgendwann wird sich die doppelte Spurensuche in der Mitte der Nacht begegnen, das wird ein äußerst spannendes Erlebnis!