Als Kind und manchmal auch als Jugendlicher, „ahnt man genau“ (ich weiß, das ist eigentlich „unmöglich“!) warum man auf der Welt ist. Man weiß, was man später machen und erreichen will und wie man leben will. Damit sind durchaus nicht nur Berufswünsche und materielle Güter gemeint. Die Zeit vergeht, man wird in bestimmte Bahnen gelenkt, lernt etwas „Vernünftiges“ etc. …

Im Laufe des Lebens treten immer wieder Situationen auf, die einen an die eigene frühere Ahnung ermahnen. Es ist nicht einfach die wahren eigenen Bedürfnisse zwischen all den eingeimpften konventionellen Vorstellungen, die uns unsere Gesellschaft einprägt, wiederzufinden. Man kann sich dann eingestehen, Vernunft allein bringt einen den eigenen echten Vorhaben nicht näher.

Es erfordert Mut und Kreativität die eingeschlagenen „vernünftigen“ Wege zu verlassen und sich auf etwas Neues und doch schon lang Ersehntes zuzubewegen. Oder ist es umgekehrt einfach feige, die eigenen wahren Vorhaben und Vorgaben nicht mal ansatzweise zu verwirklichen? Bei den Germanen bedeutete Feigheit: Den Tod in sich tragen.

Glücklich, wer sich auf seine ureigenen Impulse besinnt. Es gibt ein Leben vor dem Tod!