Das Neue Jahr ist nun fast zwei Wochen alt. Womöglich sind die guten Vorhaben, die man sich für die Zeit ab dem 1. Januar vorgenommen hat, schon wieder ein klein wenig in den Hintergrund gerückt. Mal wieder!? Das passiert auch Menschen die durchaus nicht willensschwach sind. Aber warum?
Wenn man eine Sache als ungut oder sogar schlecht erkennt, will man sie natürlich ändern. Je klarer die neue Erkenntnis vor einem steht – vielleicht musste man sich diese Erkenntnis hart erarbeiten – umso größer und ernsthafter ist der Wille eine Änderung herbeizuführen. Aber das Willensleben ist bekanntlich keine kühle Angelegenheit. Wille erzeugt Wärme, manchmal wird er sogar heißblütig, wahrer Wille tut sich schwer im Abwarten. Deshalb ist für den Willen absurd sich auf ein willkürliches Datum wie den 1. Januar zu konzentrieren. Wille will jetzt zugreifen und beginnen. 
Die besten Vorsätze nützen wenig, wenn der notwendige Wille zur Umsetzung nicht gleich genutzt wird. Dieser Wille steht gleich nach der Erkenntnis bereit. Wenn man erst ein Datum oder Ereignis abwartet, ehe man etwas korrigiert, ist der dazu nötige Wille schlichtweg oft erkaltet und verpufft. Man hat den richtigen Zeitpunkt verpasst.
Daraus ergibt sich nur ein einziger guter Vorsatz für das Neue Jahr. Nämlich gute Ideen, Vorhaben und Änderungen gleich in die Tat umzusetzen. Dies ist kein Aufruf zu unbesonnenem Handeln, sondern dazu, die Dinge von den man innerlich weiß das sie gut sind, nicht erst ab dem nächsten abnehmenden Halbmond oder anderer „magischer“ Termine anzugehen. So kann es wirklich ein gutes Neues Jahr werden, packen wir unseren eigenen Willen am Schopf, nutzen wir die Gunst der guten Stunden.