Ende Januar, Anfang Februar sind die Tage wieder spürbar länger. Mit zunehmender Helligkeit stellen sich oft die kältesten Tage des Jahres ein. Sollte etwas weiße Pracht vorhanden sein, ist sie vielleicht nicht mehr ganz so prächtig wie zu Beginn des Winters. Bei den Leuten stellt sich langsam eine gewisse Ungeduld ein, und eine Sehnsucht nach dem ersten Grün und den ersten zartrosafarbenen Blüten und Düften. Man möchte endlich etwas von dem, was im neuen Jahr werden will, sehen und anfassen. 
Der Februar begann früher und beginnt auch heute mit einem Lichtfest. Im christlichen Kontext wird am 2. Februar Mariä Lichtmess begangen. Im Volksmund stellte man dazu ehemals fest: Heut wird das erste Mal bei Tag zur Nacht gegessen. Im keltischen Kulturkreis wurde das Imbolc-Fest gefeiert, im Germanentum hieß es Fröblot. Das vorchristliche Fest fand am zweiten Vollmond nach der Winter-Sonnenwende statt, das ist meist Anfang Februar. In diesem Jahr fällt der zweite Vollmond auf den 7. Februar. Der vorherige Neumond ist am 23. Januar. Heute beginnt also die letzte Mond-Etappe, die im  Lichtfest mündet. Mit dem Fest wollte man früher die ersten Kräuter hervorlocken und Leib, Seele und Geist von Innen wie Aussen von den Schlacken des Winter befreien. 
Daran kann man – mal wieder – bemerken, wie sinnvoll von alters her der Jahreslauf eingeteilt und erlebt wurde. Diese Einteilung ist auch heute noch eine bemerkenswerte Orientierungshilfe, in hektischen Zeiten, gerade wenn die Natur scheinbar gar nichts (mehr) mit dem Menschen zu tun hat.