Vor wenigen Tagen, am 31. Oktober, war es wieder einmal soweit, in der englischsprachigen Welt – aber nicht nur dort – wurde Halloween gefeiert. Astronomisch richtig wäre es aber, heute das Fest  zu begehen. Im keltischen feierte man Samhain am zweiten Neumond nach der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche. Dieses Datum war entsprechend dem Gang des Mondes variabel, aber es fand meistens rund um den 31.Oktober/1.November statt. Ab heute sollte man demnach zum Beispiel keine Heilkräuter mehr sammeln. Denn ab Samhain sind die Lebens- und Heilkräfte so tief in die Erde eingezogen, dass sie keine Wirksamkeit in den Pflanzen mehr haben, ehr im Gegenteil. Das ändert sich erst wieder zum Fest Mariä Lichtmess (keltisch zu Bridget), also  Anfang Februar, genauer zum zweiten Vollmond nach der Winter-Sonnerwende.

Aber nun  zu einer kulturellen Parallele. Auch in der indischen und nepalischen Kultur, (im Hinduismus) kennt und feiert man in diesen Tagen ein Fest, auch heute noch. Das Fest heißt Diwali, was auf Hindi  „Anordnung von Lichtern“, und auf Tamil „Weg des Lichts“ bedeutet. Es ist ein bedeutendes mehrtägiges Lichterfest. In unseren Breiten- und Längengraden war es ehr ein Fest zur Abwesenheit des Lichtes und zur Anwesenheit von Geistern und Unwesen. In Nordindien ist Diwali gleichzeitig der Neujahrstag. Auch dazu gibt es eine Parallele im keltisch-germanischen. Auch hier begann mit dem Samhain-Fest das neue Jahr, also  einige Wochen vor der größten Winterdunkelheit.

Es ist interessant, wie trotz unterschiedlicher klimatischer und geografischer Begebenheiten, über alle Grenzen hinweg, kosmische Himmelsbeobachtungen und zeitgleiche irdische Naturerlebnisse die Menschen im Innern so berühren, dass dazu ein Fest gefeiert wird.